Bliżej Boga

Ks. Dr hab. Jerzy Grześkowiak

Znaczenie chrześcijaństwa we współczesnym świecie

 

Christophe Dickès jest francuskim historykiem i autorem książek, m.in. „Pour l’Église. Ce que le monde lui doit”. W tekście opinii w dzienniku „Le Figaro” zwraca uwagę na to, jaka jest rola chrześcijaństwa we współczesnym społeczeństwie.

 

„Każdego roku, jak stara, porysowana płyta, powraca polemika wokół obecności w przestrzeni publicznej szopek bożonarodzeniowych. Mniejszość wzywa do ich usunięcia w imię świeckiego państwa. W podobnym tonie, w październiku największy związek zawodowy w szkolnictwie podstawowym przedstawił Radzie Najwyższej ds. Edukacji poprawkę, mającą na celu zmianę nazw ferii szkolnych na bardziej świeckie. Propozycja ta nie została jednak przyjęta przez Ministerstwo Edukacji Narodowej… W rzeczywistości, nawet gdyby antyklerykalizm wymazał widoczne znaki chrześcijańskiego dziedzictwa, miałby ogromne trudności z wymazaniem tego, co chrześcijańskie w naszym społeczeństwie” – stwierdza Christophe Dickès w „Le Figaro”.

Jak podkreśla, „chrześcijaństwo jest elementem tworzącym zachodnie społeczeństwa, co zresztą odróżnia je od społeczeństw muzułmańskich czy buddyjskich”. „Nasza cywilizacja jest chrześcijańska, ponieważ wszystko, co nas otacza, ma swoje korzenie w ciszy opactw, w tekstach soborów, a jeszcze bardziej w Ewangelii” – zauważa.

„Pomimo że godziny zostały wynalezione przez Mezopotamczyków, to mnisi w klasztorach jako pierwsi porządkowali czas według rytmu godzin. Innymi słowy, to od nich wywodzi się nasze planowanie według harmonogramów. Ponadto, mnisi modlą się dlatego, że uważają, iż ich czas powinien być i jest rozliczany. Dlaczego? Ponieważ chrześcijanin musi dążyć do zbawienia, jutro czyniąc lepiej to, co źle zrobił wczoraj. Chrześcijanin, który jest pielgrzymem na ziemi, powinien stale się poprawiać, a więc czynić postęp. Chrześcijaństwo sprawia zatem, że czas staje się wartością. Podczas gdy starożytność postrzegała czas cyklicznie, chrześcijaństwo dokonuje rewolucji, nadając mu wymiar linearny i postępowy” – tłumaczy historyk.

„Drugi przykład to nauka. Słusznie mówi się o nauce arabskiej, ale niemal nigdy nie wspomina się o nauce chrześcijańskiej. (…) To duchowni XII i XIII wieku są u źródeł nauk eksperymentalnych (Robert Grosseteste i Roger Bacon). Średniowieczni uczeni, którzy uczynili z wątpliwości warunek badań a z wiedzy wyzwolenie. Kultywując umiłowanie porządku i jasności – i to na długo przed Kartezjuszem – przypomnieli oni również, że dowód jest ważniejszy od argumentu autorytetu. Dla tych uczonych poszukiwanie Boga uzasadniało naukę i rozumienie natury. Nauka i wiara były ze sobą ściśle związane” – przypomina.

„Przykłady można mnożyć: nasze szpitale, szkoły katedralne i monastyczne otwarte dla wszystkich, dobrowolna zgoda na związek mężczyzny i kobiety, świadomość indywidualna w naszym prawie, nasze postrzeganie pracy (która w starożytności była niewolnicza), prawo między narodami, które stanie się następnie prawem międzynarodowym… Wszystko to posiada chrześcijańskie fundamenty. Bardziej niż o korzenie, chodzi o żywotność, która opiera się nie na wizji utylitarnej, lecz na nadziei i wierze. To, co Benedykt XVI nazywał poszukiwaniem Boga. W tym być może tkwi sekret długowieczności Kościoła: w tej niezwykłej żywotności, pomimo kryzysów pojawiających się na przestrzeni jego długiej historii” – stwierdza Christophe Dickès w „Le Figaro”.

5. Sonntag im Jahreskreis A (2026)

Salz der Erde und Licht der Welt

Am Anfang stelle ich das weise Wort von Kard. Faulhaber: „Jesus hat nicht gesagt: Ihr seid der Zucker der Erde; er hat auch nicht gesagt: Ihr seid der Pfeffer der Erde: er hat gesagt: Ihr seid das Salz der Erde“.

Nichts ist unnützer als Salz, das nicht salzt. Man muss es wegwerfen. Jesus gebraucht dieses drastische Bild als Kehrseite eines großen Wortes: „Ihr seid das Salz der Erde.“ Sie mögen etwas verdutzt dreingeschaut haben, die Jünger Jesu, als sie am Berg der Seligpreisungen in Galiläa diese Worte hörten. Wie sollen die paar Fischer und Handwerker aus Galiläa gleich für die ganze Menschheit Salz, also Würze sein? Das Wort wird noch rätselhafter, wenn das zweite dazu genommen wird: „Ihr seid das Licht der Welt.“ Nicht nur Licht für ihre kleine Umwelt im armen Galiläa, sondern gleich für die ganze Welt – ist das wieder einmal orientalische Übertreibung?

Die Erfahrung mit den Worten Jesu lehrt uns, dass sie immer ganz direkt und unverblümt zu nehmen sind. Jesus richtet keinen moralischen Appel an seine Jünger: Seid doch endlich Salz der Erde, Licht der Welt! Es wäre  eine völlige Überforderung, einem solchen Anspruch zu genügen. Niemand kann aus eigener Kraft ein so großes Licht sein. Jesus spricht aber in der Form einer Feststellung: Ihr seid es, Salz und Licht für die ganze Welt. Was Jesus damit sagt, verstehen wir nicht, wenn wir nur auf unsere eigenen Leistungen schauen. Jesus hat von sich selber gesagt: „Ich bin das Licht der Welt.“ Wer glaubt, dass Jesus der Messias, Christus, der Sohn Gottes ist, der wird auch glauben, dass Jesus wirklich „der Weg, die Wahrheit und das Leben“ ist, wie er selber von sich sagt (Joh 14,6), und das nicht für sein eigenes Volk, die Juden, sondern für alle Menschen. Deshalb hat Jesus auch seinen Jüngern aufgetragen, zu allen Völkern und Menschen zu gehen und ihnen sein Licht zu bringen, was sie von Anfang an getan haben.

Salz ist zum Würzen da, salzlose Speise ist fad und öde. Das Leben wird würzig „g´schmackig“, wenn in ihm das Salz Jesu ist, sein Wort, seine Güte, seine Menschenfreundlichkeit, sein barmherziges Verzeihen, kurzum seine Liebe. Und Jesus will, dass die Würze des Lebens zu allen Menschen kommt. Dazu braucht er Menschen, die das leben und sichtbar machen, die selber „Salz der Erde“ sind.

Aber dabei kommt es nicht nur darauf an, dass wir Christen der Welt das Salz reichen, sondern auch darauf, dass wir das richtige Quantum erwischen. Mann kann schließlich nicht nur salzen, man kann  die Suppe auch gründlich versalzen und dann schmeckt sie nicht nur fad, sondern wird ungenießbar. Und es wird niemand bestreiten können, dass heute vielen die Sache Christi mit lauten Parolen und Diskussionen ordentlich versalzen wird.

Und noch etwas ist zu bedenken: Manche wollen weniger und manche mehr Salz in der Suppe. Niemand sollte dem anderen unbedingt seinen Geschmack aufzwingen wollen. Der eine wird den Auftrag Christi mehr betend, der andere mehr handelnd erfüllen wollen. Der eine drängt mehr auf die Straße, der andere  mehr vor den  Tabernakel. Der eine muss dabei aber wissen, dass es nicht um Selbstbestätigung gehen darf; der andere, dass es auch im Gebet nicht nur um die Rettung der eigenen Seele  und um die Verschönerung seines eigenes Seelengärtchens gehen kann.

Eines ist sicher: wir können uns als Christen weder ins Ghetto noch in die Gartenlaube einer selbstgenügsamen Frömmigkeit zurückziehen. „Meine Seele und mein Gott und sonst nichts“ – ist kein Grundsatz, der sich der Unterschrift Christi erfreuen könnte... Denn wer durch Gottes Gnade und durch Christi Berufung Salz und Licht geworden ist, hat damit einen Auftrag für andere erhalten. Wer nur seine eigene Seele mit dem Salz Christi würzen wollte, aber nicht bereit wäre, dieses Salz weiterzureichen, ist für das Reich Gottes nicht tauglich. Ein ganzer Zentner Salz, der in der Vorratskammer aufbewahrt, aber nicht verwendet wird, ist nutzlos: das Salz gehört in die Speise, und der Christ gehört in die Welt, so wie auch Christus in die Welt gekommen ist, um die Welt zu retten. Denn das Salz ist für sich selber keine Speise, es ist Würze und taugt erst dann etwas, wenn es vermischt wird, wie auch das Licht zu nichts nütze ist, wenn es unter dem Eimer bleibt und niemandem leuchtet. Erst dadurch, dass es verwendet wird, erfüllen Salz und Licht ihren Sinn.

Das gilt ebenso für den einzelnen Christen wie für die ganze Christenheit. Eine Gemeinde, die eine Mauer um sich errichtet und sich innerhalb dieser Mauer mit sich selbst und ihren gepflegten Liturgie zufriedengibt, mag Salz sei, aber Salz, das zu nichts taugt, weil es für sich bleibt und die Welt um sich herum weder würzt noch vor Fäulnis bewahrt; sie mag Licht sein, aber Licht, das unter dem Eimer steht und niemanden leuchtet.

Ob sich die Gottesherrschaft der Gerechtigkeit und der Liebe in der Welt durchsetzt, hängt von uns ab, den Jüngern Christi; hängt davon ab, ob wir wirklich Salz der Erde und Licht der Welt sind!

Dr. Jerzy Grzeskowiak, Pfr. i. R.

Zum 4 Sonntag im Jahreskreis A (2026)

Seligpreisungen – Wir sind gemeint!

Die Christen der orthodoxen Kirche beginnen die Feier ihrer Liturgie jeden Sonntag mit dem Text, den wir eben als Evangelium gehört haben. Die Seligpreisungen werden den Gläubigen in feierlichen Gesang vorgetragen. Sie klingen weiter wie ein inneres Lied, das den Christen bei der Suche nach dem Glück helfen will; denn es heißt immer wieder: Selig – oder glücklich – der Mensch… Sie sind  ein Juvel des Evangeliums, seine Mitte.

Spätestens am Schluss des Evangeliums müssten wir gemerkt haben, dass wir gemeint sind: Seig seid ihr, freut euch und jubelt. Aber fühlen wir uns angesprochen? Oder zieren wir uns: Nein, danke, bitte keinen Lohn erst im Himmel!

Die Seligpreisungen  der Bergpredigt sind Jesusworte. Sind das „Testament“ Jesu, Charta des Gottesvolkes, Grundsatzprogramm der Kirche. Und sie gehören zur Weltliteratur. Sie kommen vom „höchsten Himmel“ und aus der „tiefsten Seele“. In ihnen berühren sich Himmel und Erde, menschliche Sehnsucht und göttliche Verheißung. Ihre Auslegungen füllen Bibliotheken. Es sind Worte mit einem „Überschuss an Sinn“. Bis auf den heutigen Tag horchen Menschen auf und sind verblüfft über die neuen Konturen, die ihre Träume plötzlich bekommen: Selig die Barmherzigen, selig, die keine Gewalt anwenden, selig, die Frieden stiften, selig, die um die Gerechtigkeit willen verfolgt werden…

Die Seligpreisungen regen an, sie motivieren, machen nachdenklich, ja sie machen auch wagemutig und tapfer. Die Seligpreisungen sind offen und kreativ. Eigentlichkönnten wir sagen, sie sind eher so etwas wie eine Utopie. Es ist noch längst  nicht alles Wirklichkeit, was da gesagt wird, aber eigentlich hat jeder Mensch Sehnsucht danach, dass die Seligpreisungen sich erfüllen: - dass die Armen ihre Würde und ihr Recht bekommen; - dass die Trauernden wieder froh werden; - dass die Barmherzigen nicht immer die Dummen sind; - dass die Friedensstifter nicht für weltfremd gehalten werden. Das ist alles eine höchst aktuelle Botschaft.

Andererseits kommen uns manche Seligpreisungen befremdlich vor. Wer sind die Armen vor Gott, die Sanftmütigen oder die ein reines Herz haben? Solche Eigenschaften wird man kaum im Tugendkatalog des modernen Menschen finden. Noch provozierender klingen die Verheißungen, die mit den Preisungen verknüpft sind. Tönnt das nicht alles wie Zukunftsmusik, Vertröstung auf Jenseits, nach einem Verschieben auf den Sankt-Nimmerleins-Tag? Schmeckt das ärgerliche Wort vom „Lohn im Himmel“ nicht nach einer Stillhalteparole, die den im Leben Zu-kurz-Gekommenen erteilt wird? Werden hier Armut, Trauer und Herzensreinheit etwa seliggepriesen und mit einem himmlischen Lohn versehen, damit die Menschen sich mit ihrem traurigen Erdenlos abfinden und nicht  auf den Gedanken kommen, etwas an den bestehenden Verhältnissen zu ändern? Haben also doch Recht die, die das Christentum als Sklavenmoral und systemstabilisierenden Ideologie abtun?

Karl Marx und seine Anhänger haben diesem Trost „Euer Lohn im Himmel wird groß sein“ den Vorwurf gemacht, er sei „Opium des Volkes“, ein Betäubungsmittel, um es in dieser trostlosen Welt auszuhalten, Vertröstung der Armen, um im Diesseits nicht ändern zu müssen: Jetzt geht euch schlecht, dann wird es euch gut gehen. Wartet also geduldig auf das bessere Jenseits!

Doch das hat Jesus gerade nicht gesagt. Er vertröstet nicht, sondern verändert die Welt, weil er die Herzen verändert. Es gilt hier das gleiche, was Albert Schweizerüber das Gebet gesagt hat: „Gebete verändern die Welt nicht, aber sie verändern den Menschen, und Menschen verändern die Welt.“ Ja, und das Glück, von dem Jesus spricht, ist nicht erst für „drüben“.

Wir können jetzt und hier nicht alle einzelne Seligpreisungen analysieren undbetrachten. Nur auf die erste möchte ich sie aufmerksam machen. „Selig, die arm sind vor Gott!“ Gerade bei diesem Wort vom Arm-Sein wird etwas gesagt, was man nicht überhören darf, sonst wird alles ärgerlich und untragbar. Jesus sagt: „Selig, die arm sind vor Gott“. Dieses Vor-Gott-Sein  verändert alles. Nicht Armut, Elend und Hunger preist Jesus. Wer sind die Armen vor Gott? Das sind die Menschen, die in geistiger Einsicht ihre Armut vor Gott erkennen; es sind Menchen, die ihre Bedürftigkeit gegenüber Gott, ihre Angewiesenheit auf Gott einsehen und zugeben.

Was bedeutet das konkret für unser Leben als Christen? Wenn wir uns echt arm fühlen vor Gott, anerkennen wir unsere  menschliche Begrenztheit und Schuldhaftigkeit. Dann nehmen wir unsere Grenzen an, sei es in unseren Beziehungen, sei es in unserem Schaffen. Dann gestehen wir offen ein, dass wir immer wieder versagen, das wir in kleineren oder größeren Dingen schuldig werden. Dann begegnen wir Gott in der Art von Kinder, d.h. wie kleine Kinder gegenüber guten Eltern: wir trauen Gott alles zu und erwarten alles von ihm, wir fühlen uns geschützt und geborgen bei Gott, wir kommen unbefangen mit unseren Freuden und Sorgen zu ihm; wir lassen uns von Gott beschenken; wir können staunen über die Werke Gottes; wir sind offen und lernbereit für Neues, das von Gott kommt.

Es ist klar, die Seligpreisungen sind kein leichter Maßstab für unser Leben als Christen. Es gilt für sie, was Blaise Pascal einmal sagte: „Die Heilige Schrift enthält Stellen, die geeignet sind, in jeder Situation Trost zu spenden, und sie enthält Stellen, die in jeder Situation Angst einflößen können.“ Die Seligpreisungen bewirken beides: sie schenken Trost und machen doch zugleich Angst, wegen der hohen Anforderungen. Aber gerade diese Spannung macht lebendig! So widerborstig die Seligpreisungen klingen, sie lösen doch auch ein Echo der Freude aus. Wir ahnen, wenn wir so leben würden, wie Jesus in diesen acht Worten zusammenfasst, dann wäre das „Selig seid ihr“ schon jetzt Wirklichkeit.

Dr. habil. Jerzy Grzeskowiak, Pfr. i. R.

Na Niedzielę Biblijną

Piąta Ewangelia

W pierwszych wiekach chrześcijaństwa pewien poganin kpił sobie z chrześcijan, ponieważ  żyją  i postępują tylko według jednej jedynej książki: według Biblii. Mądry i pobożny biskup rzekł do niego: Kiedyś pewien wielki uczony spotkał Pana Jezusa osobiście i zapytał go: „Jak jedna tylko książka może wystarczyć dla tak wielu ludzi na całą wieczność.? Przecież jesteś Mesjaszem. Jesteś uosobieniem Mądrości. Dlaczego nie sprawisz by napisano więcej świętych ksiąg?”

Jezus odpowiedział mu: To prawda, co mówisz, ale ty nie wiesz, że mój lud codziennie pisze Ewangelię na nowo!

To opowiadanie znajdujemy w książce Mario Pomilio pt. „Piąta Ewangelia”. Autor tej powieści w kilku miejscach wyrażą opinię, że w gruncie rzeczy idzie o to, iż w każdej epoce znajdujemy odpowiadającą duchowi czasu interpretacje Pisma Świętego. Z tej racji także „piata Ewangelia” nie jest nigdy napisana do końca. Jest codziennie uzupełniana, na nowo formułowana i pisana. Bo każdy, kto jak Nikodem przychodzi w pokorze i w szczerości do Jezusa, dopisuje swoimi pytaniami i swoją gotowością słuchania kilka nowych linii.

„Piąta Ewangelia”, której przez kilka wieków poszukiwano, to zatem zadanie każdego poszczególnego chrześcijanina, polegające na tym, by w swoim osobistym życiu urzeczywistniać orędzie Pana – Jego Ewangelię. A to znaczy: - Boga zanosić ludziom; - codzienność wypełniać chrześcijańskim wartościami: - nigdy nie przestać szukać Boga: - dokonywać koniecznej korektury tam i wtedy, gdy oddalamy się od Chrystusa. Czyli innymi słowy:  permanentnie starać się swoje życie, myślenie i działanie orientować na Jezusa Chrystusa, na Jego myślenie i działanie. Tak sprawę ujmując każdy człowiek pisze swoją własną „piątą Ewangelię”. Nigdy nie czyni tego jednak bez współdziałania Boga.

Słowo Boże działa zatem dalej w każdym z nas. Wszyscy jesteśmy więc Ewangelistami – głosicielami Ewangelii – Radosnej Nowiny.

Ks.  Jerzy Grześkowiaak

Paryż: rekordowy napływ wiernych do kaplicy Cudownego Medalika

Ponad 10 miesięcy przebywałem na stypendium naukowym w Paryżu, (1987-1988)  korzystając zwłaszcza z wykładów i seminariów w L’Institut Catholique. Mieszkałem wtedy w domu zakonnym Lazarystów, czyli  Księży Misjonarzy, przy Rue des Sevres, zakonu założonego przez św. Wincentego a Paulo. Eucharystię celebrowałem codziennie rano w pobliskiej kaplicy Sióstr Miłosierdzia (w Polsce znane jako Siostry Szarytki,) przy Rue du Bac, w Paryżu nazywaną Sanktuarium Cudownego Medalika.  A po  Mszy św. zanosiłem Komunię świętą do ich pokoi Siostrom, które z racji choroby lub wieku nie mogły  w celebrowaniu Eucharystii w kaplicy uczestniczyć.. Ta codzienna posługa była dla mnie zawsze głębokim przeżyciem. Z radością dzielę się  zatem tym, co znalazłem w biuletynie Radia Watykańskiego.

Francuzi ponownie odkrywają znaczenie Cudownego Medalika. W ubiegłym roku odnotowano rekordową liczbę wiernych, którzy odwiedzili w Paryżu kaplicę przy Rue du Bac, gdzie w 1830 r. św. Katarzynie Labouré objawiła się Matka Boża. W sumie w 2025 r. modliły się tam niemal 3 mln osób. Tym samym, ta niepozorna kaplica stała się jednym z najchętniej odwiedzanych miejsc we francuskiej stolicy.

Niepozorna kaplica w sercu Paryża

Kaplica Cudownego Medalika to nie kościół, ale klasztorna kaplica w macierzystym domu Sióstr Miłosierdzia, zgromadzenia założonego przez św. Wincentego a Paolo i św. Ludwikę de Marillac. To właśnie tam w 1830 r. nowicjuszce św. Katarzynie Labouré trzykrotnie objawiła się Matka Boża i powierzyła jej misję rozpowszechniania cudownego medalika z wizerunkiem Maryi Niepokalanej. Matka Boża obiecała, że wszyscy, którzy Jej zaufają i będą go nosić, otrzymają wiele łask.

Codzienne cuda Bożej obecności

Jak podkreślają Siostry Miłosierdzia, medalik nie jest przedmiotem magicznym, lecz znakiem ufności i przypomnieniem o obecności Boga w naszym życiu. Siostry nie wiedzą, czemu mają przypisywać tak wzmożony napływ wiernych do kaplicy przy Rue du Bac. Odbieramy to jako łaskę z nieba – mówi w rozmowie z tygodnikiem Famille Chrétienne s. Magdalena, archiwistka wspólnoty. Przyznaje, że codziennie są świadkami „zwyczajnych” cudów Bożej obecności. „Kiedy widzę modlących się pielgrzymów i ich łzy, mówię sobie: jest tu Bóg. Są to bardzo silne chwile” – dodaje francuska szarytka.

ks. dr. Jerzy Grześkowiak

Tylko Polska katolicka ma przyszłość

 

Z kard. Gerhardem L. Müllerem, byłym prefektem Kongregacji Nauki Wiary, rozmawia dla Radia Maryja, Telewizji Trwam i „Naszego Dziennika” o. dr Zdzisław Klafka CSsR.

 

Redemptorysta pyta m.in. o najważniejsze wyzwania stojące przed Kościołem i o to, jak powinien on „przekazywać niezmienne prawdy i wartości w dzisiejszych czasach, nie popadając w doktrynalne skostnienie czy relatywizm”. Kard. Müller odpowiada m.in.:

– Od czasów europejskiej filozofii oświeceniowej rewolucji francuskiej istnieje tendencja do postrzegania wszystkiego w sposób immanentny, tendencja do sekularyzacji społeczeństw, jak i do zaprzeczania wszelkim odniesieniom do transcendencji, do Boga. To przyniosły nam te niszczycielskie ideologie polityczne. Są to skutki nacjonalizmu lub narodowego socjalizmu, faszyzmu, komunizmu. To wszystko są tak zwane ideologie ateistyczne, które nie tylko twierdzą, że religia jest sprawą prywatną, ale także aktywnie zwalczają religię i wyśmiewają wierzących. Uważają ich za średniowiecznych, zacofanych, intelektualnie gorszych od nich ideologów. I temu właśnie musimy się przeciwstawić – w imieniu człowieka, ponieważ wiemy, że człowiek jest powołany do czegoś wyższego. Każdy człowiek jest chciany i stworzony przez Boga. Nie jest on żadną zabawką ewolucji, ślepego procesu naturalnego […].

 

- Dziś w Europie demokracja jest bardzo zagrożona, zwłaszcza ze strony takich polityków, którzy zamiast uznać prawdę, zastępują prawdziwą religię – objawioną przez Boga – swoją własną ideologią, tzw. ideologią woke, ideologią gender, która jest wręcz wroga człowiekowi i niszczy naturę ludzką, czyniąc z jednostki po prostu zabawkę sił politycznych […].

 

- Dlatego jest czymś wspaniałym, że Ojciec Święty ponownie wyraźnie podkreślił w Nicei, gdzie 1700 lat temu odbył się pierwszy sobór ekumeniczny dla całego katolickiego chrześcijaństwa, że Jezus nie jest jakimś prorokiem, nie jest kimś wyjątkowym, nie jest człowiekiem, który wyróżnił się jakimiś czynami lub słowami, ale jest Synem Bożym, który przyjął nasze człowieczeństwo od Maryi. I dlatego Chrystus jest jedynym Zbawicielem i Odkupicielem świata, a nie jacyś samozwańczy ideolodzy, superbogaci, którzy spotykają się w elitarnych kręgach, takich jak Davos lub w innych grupach, do których dopuszczani są wyłącznie miliarderzy i politycy, gdzie nie ma miejsca na swobodną, otwartą dyskusję – także z udziałem ekspertów – na temat tego, jaki jest właściwie cel ludzkiej egzystencji. Filozofowie, teologowie, antropolodzy kultury nie mają do tego kręgu dostępu, mają go tylko „technolodzy władzy”. To oni chcą decydować, jaki jest sens ludzkiego istnienia i dokąd zmierzamy. Jako ludzie o poglądach demokratycznych i wolnościowych nie możemy sobie na to pozwolić. Każdy człowiek ma swoją godność. Każdy człowiek jest bezpośrednio związany z Bogiem, ma godność i znaczenie, których nikt nie może nam odebrać. Nie potrzebujemy jakichś grup, które uważają się za mądrzejsze niż wszyscy inni ludzie i mówią nam, jaki jest sens naszego życia, co mamy robić, a co pozostawić. Myślę, że jesteśmy w lepszych rękach – dobrego Boga, i od Niego, od Jezusa Chrystusa, Nauczyciela ludzkości, otrzymujemy lepsze rady.

 

- Polska ma długą historię cierpienia, była podporządkowana obcym mocarstwom, ale ma też długą historię samoobrony i samostanowienia. Udało się jej przecież przeciwstawić trzem wielkim mocarstwom, a następnie dwóm supermocarstwom tamtych czasów – paktowi Hitlera ze Stalinem, i przetrwać […]. Dlatego tak bardzo wstrząsające jest, że właśnie w Polsce pojawiają się obecnie tendencje – że tak powiem – do poszukiwania zbawienia na powrót w komunizmie, w socjalizmie, w nowym socjalizmie, w neomarksizmie – z ich walką przeciwko Kościołowi.

 

Wielu Polaków obecnie uważa się za postępowych i nowoczesnych i myśli, że katolicka Polska to przeszłość. A katolicka Polska to jedyna przyszłość, jaką ma Polska. W przeciwnym razie zostanie ona po prostu zredukowana przez Brukselę do zwykłego terytorium, gdzie kilka samozwańczych elit będzie decydować o tym, co jest dobre, a co złe. Ta obsesja kontroli, która pochodzi z Europy, nie jest tym, na czym Europa się opiera. To właśnie po straszliwych wydarzeniach i doświadczeniach związanych z ludobójstwem i wojnami światowymi ojcowie założyciele zjednoczonej Europy, kierując się duchem chrześcijańskim, poszukiwali alternatywy i doszli do wniosku, że Europa nie oznacza tylko terytorium, ale to także forma kulturowa, to pewien obraz człowieka. Europa opiera się na godności każdego człowieka, każdej pojedynczej osoby oraz społeczności, rodziny, wspólnoty – również w ramach narodu, obszaru kulturowego, wspólnego języka, co jest bardzo ludzkie i sprzyja rozwojowi człowieka. A to, co dzieje się obecnie w ramach antychrześcijańskiej kampanii, która wychodzi z Brukseli, nazywam pseudo-Europą. Prawdziwą Europą jest Europa chrześcijańska, i to właśnie ją reprezentujemy.

 

W Europie nie pozwolimy się wyprzeć przez nowe totalitarne systemy, które nadchodzą, gdzie podważa się suwerenność poszczególnych narodów, unieważnia wybory, jeśli nie są zgodne z wolą rządzących, gdzie coraz bardziej ogranicza się wolność słowa, a pod pretekstem walki z „mową nienawiści” i ze znieważaniem sprawowana jest całkowita kontrola. W rzeczywistości nikt nie jest przecież tak bardzo obrażany i prześladowany jak chrześcijanie i katolicy […].

Dlatego też ważne jest, aby sam Kościół nie dał się podzielić i nie sądził, że poprzez przyjaźń z antychrześcijańskimi, ateistycznymi ideologiami i antropologiami, z takim rozumieniem człowieka, można osiągnąć coś pozytywnego dla Kościoła. Oni poszukują po naszej stronie tylko pożytecznych idiotów, którzy popierają ich politykę, którzy mówią: tak, możemy się zgodzić na tylko jedną godzinę lekcji religii. Ale tym ludziom nie chodzi o ograniczenie lekcji religii. Chodzi im wyraźnie o zniesienie lekcji religii, wyparcie Kościoła z życia publicznego, przekształcenie go w prywatne stowarzyszenie, które będzie podlegało wyłącznie ich kontroli. I tu nie można iść na żadne łatwe kompromisy.

W tym przypadku należy także przejrzeć strategię wroga, strategię wrogów Kościoła. Jest to bardzo ważne dla biskupów, dla pasterzy Kościoła – aby nie postępowali tchórzliwie i nie dbali wyłącznie o poparcie mediów. Kiedy jesteśmy krytykowani przez ludzi, przez wrogów Kościoła, wtedy powinniśmy się cieszyć – w myśl słów Jezusa. Oznacza to, że jesteśmy na właściwej drodze, a pochwały z wrogiej strony winny wzbudzić naszą czujność. Biskupi, księża, wszyscy katoliccy chrześcijanie muszą trzymać się razem, rozpoznać, o co tu chodzi. Jedynym obrońcą godności ludzkiej w Polsce, w Europie, jest Kościół katolicki, być może w połączeniu z chrześcijanami innych wyznań […].

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2. Sonntag im Jahreskreis A (2026)

„Seht das Lamm Gottes“

„Seht das Lamm Gottes!“ – sagte der Täufer und zeigte auf Jesus. Dieses Wort ist der Kirche so kostbar, dass sie es dem Priester in jeder Eucharistiefeier vor der heiligen Kommunion beten lässt. Denn in jeder Messfeier gedenken wir des Todes Jesu, des wahren Osterlammes. Zugleich schauen wir voll Erwartung voraus auf das Hochzeitsmahl des Lammes, zu dem auch wir einmal geladen sind.

„Lamm Gottes!“. Es klingt so einfach und doch so fremd. Denn derartiger Ausdruck kommt sonst nicht vor in der Welt, in der wir leben. Nicht auf dem Bauernhof, nicht einmal bei Schäfern und schon gar nicht in der Stadt, im Geschäft oder im Industriebüro. Was hat es auf sich mit dem Lamm, dem Lamm Gottes, dem Lamm, das die Sünde der Welt hinwegnimmt?

Als ich einmal den Kindern beim Familiengottesdienst erklären wollte, was das Lamm Gottes bedeutet, habe ich am Anfang meiner Predigt Folgendes gesagt. Stellt euch die Mitschüler und Mitschülerinnen eurer Klasse vor. Malt euch aus, wie sie aussehen, wie sie reden, was sie in der Pause machen und wie sie sich zu anderen verhalten. Und jetzt überlegt euch einmal: Wenn ihr ein Tier für sie auswählen solltet, welches Tier würde zu den einzelnen passen?

Ich denke mir, es gibt sicher einen Löwen in eurer Klasse: einen, der immer der Stärkste sein will. Bei jeder Gelegenheit versucht er zu zeigen: Wenn du dich mit mir anlegst, dann ziehst du den Kürzeren. Sicher gibt es bei euch auch das ein oder andere Äffchen: einen, der dauernd Grimassen macht und immer Blödsinn im Kopf hat. Schnattergänse sind vielleicht besonders den Buben unter euch in den Sinn gekommen, und sie haben dabei an die Mädchen gedacht. Dabei haben sie ganz vergessen, dass auch Buben gut ihre Schnäbel wetzen können und überall „reingackern“. Und wenn ihr an einem Mitschüler denkt, der den ganzen Tag seinen Kopf in den Arm stützt, gähnt und nur durch das Glockenzeichen aufgeweckt wird, dann habt ihr auch noch ein Fauiltier in eurem Zoo. Sicherlich gibt es auch so manchen bei euch, der es gut meint, aber was er anpackt, geht in die Brühe. Ein Elefant im Porzellanladen. Und ich denke mir, dass auch dieses Tier nicht fehlt: das sanfte Lämmchen. Es ist schüchtern. Es hat Angst, dass es andern wehtut. Es kann anderen überhaupt nichts Böses antun. Und wie schwer hat es so ein Lämmchen! Und manches muss es einstecken und kann sich nicht wehren. Ist euch schon einmal aufgefallen – sagte ich damals den Kindern – dass auch Jesus in der Messe mit einem Tier verglichen wird?

Jesus - Lamm Gottes! Liebe Mitchristen, für den Evangelisten Johannes war diese Bezeichnung Jesu wichtig. Sie war ihm so wichtig, dass er sie im Anfangsteil seiner Evangelienschrift dem Johannes dem Täufer in den Mund legt. Und gegen Ende seines Evangeliums, in der Passionsdarstellung, betont er, dass Jesus zu der Stunde stirbt, in der im Jerusalemtempel die Osterlämmer geschlachtet werden.

Die urchristliche Sinngehalt des Ausdrucks „Lamm Gottes“ entspringt aus einem dreifachen Quellengrund:

Der erste liegt in den Schriften Israels. Im Prophetenbuch des Jesaja ist ein Lied überliefert, das von einer Gestalt singt die als Knecht Gottes bezeichnet wird. Von diesem Knecht Gottes heißt es in  dem Lied, dass er „unsere Krankheiten getragen und unsere Schmerzen auf sich genommen hat“; dass er „wegen unserer Sünden zermalmt und wie ein Lamm zur Schlachtbank geführt wurde“ (Jes 53,4-7).

Das zweite Quellgrund liegt ebenfalls in den Überlieferungen Israels, aber zugleich auch in der Paschafeier zur Zeit Jesu, nämlich in der Schlachtung der Osterlämmer am Nachmittag vor dem jährlichen Osterfest.

Der dritte Quellgrund liegt in Jesu Leben, Sterben und Auferstehen. Jesus hatte so gelebt und war so gestorben, dass nach seiner Auferstehung die ersten Christen davon überzeugt waren: Auf ihn trifft zu, was in Israels Lied vom Gottes-Knecht und Gottes-Lamm gesungen wird, nämlich dass er sich wegen des Heiles der Menschen  liebend bis in den Tod hingegeben habe. Und an ihm ist ein für allemal deutlich geworden, was mit der Schlachtung der Osterlämmer und der Feier des Paschafestes zum Ausdruck kommen sollte, nämlich, dass Gott Befreiung von allem Belastenden, von allem Unrecht und von allem Sündhaften wirkt.

Im berühmten Kreuzigungsbild des Isenheimer Altars hat Matthias Grünewald dies alles eindrucksvoll und erschütternd dargestellt. Wie im heutigen Evangelien Text steht der Täufer da und weist hin auf das Lamm Gottes. Wenn Matthias Grünewald den Täufer mit großem Zeigefinger auf das am Kreuzhängende Lamm Gottes, auf Jesus, hinweisen lässt, wusste er, dass dies so nicht der geschichtlichen Tatsache entsprach; denn  der Täufer selbst war ja schon hingerichtet, als Jesus gekreuzigt wurde. Diese geschichtliche Unschärfe nahm er in Kauf, um die Wahrheit von der liebenden Lebenshingabe Jesu zum Heil aller Menschen besonders stark darzustellen. Die nachösterliche Glaubensbekenntnis der Christen malte er als vorösterliche Szene.

Ähnlich hat es der Evangelist Johannes gemacht. Nur bediente er sich nicht des Pinsels, sondern der Schreibefeder. Das erst im urchristlichen Glauben an den Auferstandenen gereifte Bekenntnis zu Jesus als dem Lamm Gottes lässt er schon den Täufer in der ersten Begegnung mit dem irdischen Jesus sprechen. Auch der Evangelist Johannes hat eine geschichtliche Unschärfe in Kauf genommen, um die gültige Wahrheit möglichst anschaulich darzustellen. Nur malte er nicht ein Bild, sondern er formte eine kurze Erzählszene.

Die urchristlichen Gemeinde waren überzeugt, dass durch Jesus als „Lamm Gottes“ nicht nur dieses oder jenes Übel, nicht nur diese oder jene einzelne Sünde behoben wurde, sondern die Wurzel allen Übels, aller Ungerechtigkeit und mangelnden Liebe. Deshalb heißt es in unserem Evangelium, Jesus sei das Lamm, das die Sünde der Welthinwegnimmt. Karl Rahner nannte dies einmal treffend: die Sünde hinter den Sünden. Eine Annäherung an das Gemeinte kann uns vielleicht dadurch gelingen, dass wir uns vergegenwärtigen, wie einzelne Ungerechtigkeiten und Vergehen oft mitverursacht werden durch vorgegebene Lebensverhältnisse, durch gesellschaftlichen Systeme und Strukturen der Ungerechtigkeit, ihre Auswirkungen sind wie eine Hypothek dem einzelnen aufgebürdet und erschweren vieles in seinem Leben.

Der Blick auf Jesus lässt uns hoffen, dass ER unsere und aller Menschen Last zum Segen wenden und unser Leben vollendet wird. Die Orientierung an Jesus ruft uns aber auch dazu, uns nach Kräften dafür einsetzen, dass ungerechte und menschenunwürdigeLebensverhältnisse behoben werden. Was wir jedoch nicht zu ändernvermögen, sollen wir in Gemeinschaft mit dem Lamm Gottes auf uns nehmen und mit ihm tragen. Auch darin können wir Sinn und Heil finden.

Dr. habil. Jerzy Grzeskowiak

2. Weihnachtsonntag A (2026)

 

Weihnachten ist vorbei – der Alltag hat uns wieder!

 

Weihnachten ist schon über eine Woche vorbei - der Alltag hat uns wieder. Was ist geblieben von den Festtagen?

 

Die Liturgie richtet – in den Bibeltexten wie in den Gebeten – unseren Blick auf den Kerngedanken des Weihnachtsgeschehens: Gott verbindet sich mit dem Menschen, und zwar für immer. Der Himmel ist auf die Erde gekommen. Gott hat den Menschen „ewigkeitsfähig“ gemacht.

 

Fernab von aller Krippenidylle und Weihnachtsromantik geht es um eine „Bilanz“ und die Folgen des Weihnachtsgeschehens: Der Mensch ist von Gott erwählt bereits vor der Erschaffung der Welt, und er ist dazu bestimmt zur großen Lebensgemeinschaft mit Gott zu gehören, sein Sohn, seine Tochter zu werden. Gott und Mensch sind jetzt untrennbar verbunden. Eine größere Würde und Wertigkeit kann der Mensch nicht haben.

 

Weihnachten ist so etwas wie ein „Wohnortwechsel“ Gottes: Gott ist jetzt nicht mehr nur im Himmel zuhause, sondern vor allem hier auf der Erde. Jesus Christus, das Kind von Betlehem, ist „wahrer Gott und wahrer Mensch“ – beides.

 

Mit einem „Gott im Himmel“ können sich die meisten Menschen arrangieren – der ist ja weit weg! Jedoch Gottes Spuren hier auf Erden, im Alltag, in den zwischenmenschlichen Beziehungen, ja im allzu Menschlichen zu entdecken, das ist gar nicht so einfach. Aber genau da wird Weihnachten konkret. Der Evangelist Johannes drückt es in seinem „Weihnachtevangelium“ so aus: „Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen  nahmen ihn nicht auf. Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden“ (Joh 1,11-12). Darum geht es: ihn aufnehmen, ihn entdecken, ihn wahrnehmen – hier auf Erden!

 

Etwas ähnliches sagt Apostel Paulus in der zweiten Lesung: Gott „hat uns mit allem Segen seines Geistes gesegnet durch die Gemeinschaft mit Christus im Himmel“. Und: „Gott hat uns aus Liebe im Voraus bestimmt, seine Söhne und Töchter zu werden“. Das Weihnachtsgeschenk, das Gott uns macht, kann nicht groß genug gedacht werden: Wir sind mit „allem“ Segen gesegnet, nicht nur mit „etwas“ Segen. Und wir gehören für immer zu „Gottes Familie“, als seine Söhne und Töchter. In der Gleichnis Erzählung vom barmherzigen Vater wird Jesus später deutlich machen, was das bedeutet und welche Chance für uns darin liegt: Der Mensch „war tot und lebt wieder, er war verloren und ist wiedergefunden worden“ (vgl. Lk 15,11-32).

 

Im Evangelium versucht der Evangelist Johannes das Weihnachtsgeschehen zu umschreiben und gleichsam Bilanz zu ziehen. Er schreibt: Am Anfang von allem steht das Wort Gottes. So ist es auch nachzulesen in den Schöpfungserzählungen auf den ersten Seiten der Bibel. Alles Lebendige, Mensch und Natur, auch der ganze Kosmos, sind nur deshalb entstanden, weil Gott es wollte. Das ist natürlich keine naturwissenschaftliche Erklärung über die Entstehung der Welt. Leider wird es immer wieder so missverstanden. Die Schöpfungserzählungen wollen etwas über das Wesen des Menschen aussagen. Der Mensch ist nicht ein blinder Zufall der Natur. Er ist aus Gott hervorgegangen. Er entstammt aus Gottes Licht, er ist aus unendlicher Liebe entstanden. Das macht den Menschen aus und das ist auch seine Bestimmung. Er soll diese göttliche Herkunft erkennen und zu ihr zurückkehren. Der Johannesprolog (so wird das erste Kapitel im Johannesevangelium genannt) greift diese Bestimmung des Menschen aus den Schöpfungserzählungen auf. Jesus ist Mensch geworden, damit die Menschen ihre göttliche Herkunft erkennen. Er hat vorgelebt, wie der Mensch von Gott her sein soll. Damit Menschen wieder zu ihrer wahren Menschlichkeit zurückfinden.

 

Am Ende von Überlegungen Johannes steht die dankbare Feststellung: „Aus seiner Fülle haben wir alle empfangen, Gnade über Gnade.“

 

Es ist, wie wenn ein Kind mit strahlenden Augen sagt: „Schau mal, was ich alles am Heiligabend geschenkt bekommen habe – so schöne Dinge!“

 

Weiß ich als Erwachsener dieses Geschenk „Gnade über Gnade“ zu schätzen? Ein Geschenk, das so groß ist, dass ich es rational weder einordnen noch bewerten kann?

 

Viele verbinden mit der Weihnachtszeit die Erinnerung an glückliche Kinderjahre und strahlende Kinderaugen. Das hat sicherlich nicht primär mit dem Festgeheimnis zu tun, sondern eher mit der Sehnsucht nach einer „heilen Welt“. Aber dieser Blick auf die strahlenden Kinderaugen kann  mich daran erinnern: Nur in den offenen, einfachen Haltung eines Kindes werde ich etwas vom Weihnachtsgeschenk erahnen, in der Haltung des dankbaren Sich-beschenken-Lassens, in der Haltung des Staunens und Bewunderns.

 

Erwachsene wollen gerne alles rational erklären und verstehen. Aber wie will mein Verstand begreifen, was mir durch die Menschwerdung Gottes geschenkt wird: „Aus seiner Fülle haben wir alle empfangen, Gnade über Gnade“? Ich kann nicht begreifen, ich kann nur staunen, danken und – anbeten!

 

Dr. Jerzy Grześkowiak

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nastąpiła 9.2.2026 r.

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